Warum ich Yin Yoga und Yoga Nidra liebe
Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, selbst das Ausruhen ist zu einer Aufgabe geworden.
Noch ein Podcast.
Noch ein Buch.
Noch eine Methode.
Noch etwas, das mich weiterbringen soll.
Selbst Entspannung fühlt sich manchmal an wie etwas, das man richtig machen muss.
Vielleicht liebe ich deshalb Yin Yoga und Yoga Nidra so sehr.
Weil dort nichts erreicht werden muss.
Nichts optimiert.
Nichts verbessert.
Niemand muss beweglicher werden.
Niemand muss etwas leisten.
Niemand muss spirituell sein.
Wir kommen an.
Mit dem, was gerade da ist.
Mit einem vollen Kopf.
Mit Unruhe.
Mit Erschöpfung.
Mit Freude.
Mit dem Bedürfnis, einfach einmal nicht funktionieren zu müssen.
Im Yin Yoga darf der Körper langsamer werden.
Nicht, weil wir ihn zwingen.
Sondern weil wir ihm endlich zuhören.
Und irgendwann passiert etwas.
Der Atem wird ruhiger.
Die Gedanken werden leiser.
Der Druck verliert an Kraft.
Nicht immer sofort.
Aber oft ganz unbemerkt.
Und dann folgt Yoga Nidra.
Für mich einer der schönsten Räume überhaupt.
Ein Raum zwischen Wachsein und Schlaf.
Ein Raum, in dem du nichts tun musst.
Nichts festhalten.
Nichts verändern.
Einfach nur da sein.
Viele Frauen erzählen mir nach einer Session, dass sie sich fühlen, als hätten sie tief geschlafen.
Andere sagen, sie hätten sich selbst zum ersten Mal seit Langem wieder gespürt.
Und manche können gar nicht genau beschreiben, was passiert ist.
Sie wissen nur:
Irgendetwas ist weicher geworden.
Vielleicht liebe ich diese Abende deshalb so sehr.
Weil sie uns daran erinnern, dass wir nicht ständig etwas tun müssen, um bei uns anzukommen.
Manchmal reicht es, still zu werden.
Und dem Körper die Möglichkeit zu geben, wieder aufzuholen.
Genau dafür öffne ich diese Räume.
Nicht damit du jemand anderes wirst.
Sondern damit du für einen Moment wieder bei dir ankommen kannst.
Einmal im Monat – ab Juli zweimal im Monat – öffne ich diesen Raum für Frauen, die sich nach Ruhe, Weite und einem Abend sehnen, an dem nichts von ihnen erwartet wird.